Guten Abend
- Michael Knoll

- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Hallo sehr geschätztes Publikum, ich wünsche einen Guten Abend. Ich falle zuallererst gleich mal mit der Tür ins Haus. Mein Shop hat wieder Zuwachs bekommen. Diesmal gesellen sich Teelichthalter, oder Teelichtbecher - ich hab beides schön gehört - dazu. Die Dinger sind aus edelsten Holzsorten von Hand gedrechselt und eine Zierde für jeden Raum, vermutlich würden sie sogar schwimmen, ich hab´s noch nicht ausprobiert. Es gibt sie einzeln, und auch in

größeren Mengen, da komm ich dann auch mit dem Preis ein wenig entgegen. Sollten sie alle sein, dann produziere ich wirklich gerne nach, denn, ich hätte es nicht gedacht, aber die Arbeit an den Bechern ist in einem Ausmaß entspannend, wie ich es so nur von kaltem Bier in einem sonnigen Gastgarten am See kenne. Wie dem auch sei, die Dinger finden sich fortan in meinem Shop. Werfen wir nun einen Blick in meinem Kalender, und schauen mal, was an diesem 9. Februar so geschehen ist. Als erstes fällt mir sofort Mr. Brian Connolly ins Auge, der ehemalige Frontmann der Süßen trat heute vor 29 Jahren (ist bald ein rundes Jubiläum) seinem Schöpfer gegenüber. Er dominierte gemeinsam mit seinen Kollegen von "The Sweet" die 70er Jahre wie kaum wer anderer. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind die Videos sah zu Co Co, Poppa Joe, Blockbuster oder auch Fox on the run. Ich dachte mir immer, das hat was, der schaut cool aus, so will ich auch werden. Ich muss gestehen ich hab auch heute noch eine Vorliebe für Glam. Aber zurück zum Blondschopf. 1997 verstarb er nach einigen Herzinfarkten an Leber- und Nierenversagen - nicht zuletzt aufgrund seiner Vorlieben für Alkoholika aller Art - im Alter von nur 51 Jahren.
Ach ja, ich hab ja ein Projektupdate versprochen. Dieses Versprechen löse ich nun ein.


Es war nicht so einfach, wie ich ursprünglich dachte, aber es ist geschafft, es gibt vielleicht noch ein paar Anpassungen, aber im Großen und Ganzen kann sich der vorläufige Prototyp sehen lassen. Ich hab ihn ausgiebig getestet. Ich muss sagen, das Tragegefühl ist, na ja wie sag ich es am Besten? Anders. Ja das trifft es am Besten aber nicht schlecht, sogar sehr angenehm, weil sich die einzelnen Kettenglieder richtig an die Kontur meines Körpers anschmiegen. Der nächste, der meine Werkstatt verlässt landet dann auch im Shop. Ich will jetzt auch ein wenig darüber sprechen, wie ich denn vorgehe, wenn ich über ein Album, eine Single oder einen Film oder was auch immer philosophiere. Ich höre und sehe mir das selber erst mal an, bevor ich großartig den großen Otto los lasse. Diesmal konnte ich mir in Erinnerung rufen, weshalb es Alben gibt, die ich mir kaufe einmal anhöre und dann archiviere (zum Entsorgen sind sie mir dann doch zu schade). Eines dieser Werke wäre das 1994 erschienene Album der finnischen Speedmetaller Stratovarious - Dreamspace. Ich möchte anmerken, dass ich ein großer Stratovarious Fan bin. Aber hier kann ich nicht anders. Der Konsum dieses Albums ist in etwa so spannend wie der Aufenthalt in einer leeren Aufbahrungshalle. Das Album besteht zu einem großen Teil aus Intros, die mitunter eine Länge haben, die sogar den blackesten Blackmetaller zum Absschalten bringen. Ich will nochmal sagen, dass das meine subjektive Meinung ist, vielleicht sieht es ja wer anders, ich nicht. Ich kann keine besondere Richtung erkennen, beim Durchhören war ich mir nicht sicher, ob sie alle Musikstile in einem vereinen wollten, oder nur das Casting zu einer Lizzy Borden Coverband gewinnen wollten. Aber egal, das war ein einmaliger Ausrutscher, bevor sie mit so Meisterwerken wie etwa Elements Part I , Part II oder Nemesis an den Start gingen. Das waren echte Meisterwerke, zeitlos und genial. Nur 4 Jahre später im Jahre 1998 meldeten sich Running Wild aus Deutschland (geniale Band, hab ich leider noch nie live gesehen) mit ihrem Longplayer "Rivalry" zu Wort. Dieses Album läuft bei mir im Gegensatz zum vorigen auch heute noch in regelmäßigen Abständen. Man hat Herrn Kasparek ja oft vorgeworfen, dass er seine Alben einfach immer wieder aufwärmt und da nichts neues mehr nachkommt. Diese Meinung kann ich nicht teilen, ganz im Gegenteil, da weis ich wenigstens was ich bekomme und nicht so wie bei manch anderen Kombos, die als Black Metaller starten und im nächsten Album nicht mehr von Depeche Mode zu unterscheiden sind (wobei ich Depeche Mode sehr schätze). Wo war ich, ach ja Rivalry. Zum Album selbst typisch Running Wild. Der Opener, wie früher mal üblich der titelgebende Track folgt nach einem abwechslungsreichen Intro und könnte nicht besser sein. Ihm folgen dann so Stücke wie Firebreather, Return of the Dragon oder auch Fire and Thunder. Den Vogel hat Rock ´n´Rolf aber dann mit dem Titel Ballad of William Kid abgeschossen. Selten so ein gelungenes Stück gehört, gehört einfach auf jede Playlist. Ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass es zu den besten Kompositionen in der Geschichte des Metals gehört. Genug der Schwärmereien, der letzte Track für heute kommt aus dem Jahre 2011 und stammt aus Little Rock, Arkansas. Evanescence beglückten uns in diesem Jahr mit ihrer Single "What you want" eine Auskopplung aus dem selbstbetitelten Album Evanescence. Ein wunderbarer Song, von einem wunderbaren Album. So oft ich es auch schon gehört habe, ich kann einfach keinen Fehler finden.
Jetzt zu was völlig anderem, bevor wir uns dem Bier des Tages zuwenden. Ich weiß nicht ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich habe eine ausgesprochene Vorliebe und Faszination für alles rund um das Thema Zombies, Apokalypse usw. Also ich kann mich außerordentlich für den Untergang oder das Ende der Welt begeistern, weshalb ich seit einigen Tagen einen Blog betreibe, der sich nur mit Aufstieg der lebenden Toten beschäftigt. Schaut doch auch dort einmal rein.
Nun zum wichtigsten Teil des Tages - Bier. Heute will ich mir ein ganz besonderes Bier aus Kärnten in die Figur zimmern - Hirter. Feinherb, kaum Süße und weich wie Seide. Ganz besonders spricht mich die Kohlensäure an. Sie ist weder aufdringlich, wie bei manchen Großbrauereien oder nicht vorhanden wie in englischen Bieren. Einfach genau richtig, man merkt, dass man scih hier wirklich Zeit zum Brauen nimmt Ein Bier für jede Zeit und jeden Anlass.
So, das wars für heute, bis zum nächsten Mal, bleibt mir gewogen.




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