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Wieder einer gegangen

Ein Mann im Anzug schläft in einer rustikalen, dunklen Umgebung mit Holzfässern und Fenstern. Ein Glas Whiskey steht auf einem Tisch.
St. Patricks Day im Keller

Mit Bedauern musste ich feststellen, dass wieder einer gegangen ist. Phil Campbell, der längstdienendste Gitarrist an Lemmys Seite rockt jetzt eine Etage höher. Werfen wir mal einen Blick auf das Leben und Wirken des Gitarristen.

Geboren wurde Philip Anthony Campbell am 7. Mai 1961 in Pontypridd, Wales. Inspiriert von Größen wie Jimi Hendrix und Black Sabbath, griff er bereits mit zehn Jahren zur Gitarre.

Bevor er zur Legende wurde, spielte er bei der New-Wave-of-British-Heavy-Metal-Band Persian Risk. Der große Wendepunkt kam 1984: Nachdem Brian Robertson Motörhead verlassen hatte, suchte Lemmy einen Nachfolger. Campbell setzte sich beim Vorspielen gegen hunderte Bewerber durch – gemeinsam mit Würzel, wodurch Motörhead zeitweise zum Quartett wurde.

Campbell war kein bloßer Gastmusiker; er wurde zum Rückgrat der Band. Er spielte auf insgesamt 16 Studioalben und begleitete die Band durch alle Höhen und Tiefen. Sein Spielstil zeichnete sich durch eine Mischung aus Punk-Attitüde, Blues-Wurzeln und technischer Versiertheit aus.

  • Wichtige Alben: Orgasmatron, 1916, Bastards und das finale Werk Bad Magic.

  • Der Grammy: 2005 gewann er mit Motörhead den Grammy in der Kategorie "Best Metal Performance" für das Metallica-Cover von Whiplash.

Nach dem Tod von Lemmy Kilmister im Dezember 2015 löste sich Motörhead auf. Campbell dachte jedoch nicht an den Ruhestand. Er gründete die Band Phil Campbell and the Bastard Sons, in der er gemeinsam mit seinen drei Söhnen (Todd, Dane und Tyla) sowie dem Sänger Neil Starr (später Joel Peters) spielt.

Die Band ist ein fester Bestandteil der Rock-Szene und beweist, dass der "Riff-Meister" nichts von seiner Energie verloren hat. 2019 veröffentlichte er zudem sein erstes Soloalbum Old Lions Still Roar, auf dem Gaststars wie Alice Cooper und Rob Halford zu hören sind.

Ich glaube neben Mikkey Dee ist nur noch Brian Robertson von allen ehemaligen Motörheadmitgliedern am Leben. Wo wir schon bei Brian Robertson waren, Scott Gorham, sein ehemaliger Kollege bei Thin Lizzy feiert heute seinen 75. Geburtstag. Holen wir das Thin Lizzy Urgestein also mal kurz vor den Vorhang. Der Amerikaner in Dublin (und London)

William Scott Gorham wurde am 17. März 1951 (passenderweise am St. Patrick’s Day) in Glendale, Kalifornien, geboren. 1974 kam er nach London, um eigentlich bei der Band seines Schwagers (Supertramp) vorzuspielen. Das klappte nicht, doch das Schicksal hatte andere Pläne: Er landete bei einem Vorspielen für Phil Lynott. Obwohl er technisch damals noch kein Profi war, beeindruckte er Lynott durch sein Charisma und sein Gespür für Melodien. Er wurde festes Mitglied und blieb es – als einziger neben Schlagzeuger Brian Downey – bis zur Auflösung der Band im Jahr 1983.

Gorham prägte die erfolgreichsten Alben der Bandgeschichte, darunter:

  • Jailbreak (1976): Mit dem Welthit „The Boys Are Back in Town“.


  • Live and Dangerous (1978): Eines der besten Live-Alben der Rockgeschichte.

  • Black Rose: A Rock Legend (1979): Ein Meilenstein des melodiösen Hardrock.

Sein flüssiger, fast bluesiger Stil bildete den perfekten Gegenpol zu den oft aggressiveren Mitspielern an der zweiten Gitarre.

Nach Lynotts Tod (1986) hielt Gorham das Erbe der Band unter dem Namen Thin Lizzy in verschiedenen Besetzungen am Leben.

  • 2012 entschied er sich, neues Material nicht mehr unter dem Namen Thin Lizzy zu veröffentlichen, um Phils Erbe nicht zu beschädigen. Daraus entstanden die Black Star Riders.


  • 2021 verließ er die Black Star Riders, um sich wieder voll auf sporadische Thin-Lizzy-Projekte zu konzentrieren.


  • Aktueller Status (2026): Nach einem schweren gesundheitlichen Rückschlag vor einiger Zeit (bei einer Nieren-Operation wäre er fast gestorben) hat er sich weitgehend erholt. Er widmet sich heute verstärkt seiner zweiten Leidenschaft, der Malerei und dem Zeichnen, plant aber weiterhin, gelegentlich für ausgewählte Shows auf die Bühne zurückzukehren.

Aber noch wer feiert sein Wiegenfest, mittlerweile auch einer der ganz Großen - Justin Hawkins. Der Frontman der Glamrocker The Darkness feiert heute seinen 51. Geburtstag. Der "Professionelle Trottel mit einigermaßen guten Gitarrenriffs" (So der Brite über sich selbst), holte mitten in der NU-Metal und Garage-Rock-Phase die 70er zurück (Vielen Dank dafür). Happy Birthday in die Schweiz (hier lebt der Herr mittlerweile zurückgezogen).

Ausgerechnet am 17. Jänner 1998 erschien Van Halens Album III. Es ist das einzige Album, an dem Gary Cherone (Extreme) mit wirkte. Warum mein ich ausgerechnet am 17.? An so einem schönen Tag wie dem St. Patricks Day sollte man sich nicht mit einem Album wie diesem quälen müssen. Meiner Ansicht nach waren Van Halen eine der besten Kombos, die die Welt mit wohlklingendem Lärm beglückten. Aber diese Werk war ganz anders, es hatte nichts, aber auch gar nichts von dem was Van Halen ausmachte. Ich gehe mal davon aus, das ich nicht der einzige Bloger auf diesem Planet bin, der heute dieses Album zu Thema hat. Ich gehe auch davon aus, dass sich hier die Meinungen ziemlich decken. Hätte ich das Stück nicht schon, ich würds nicht kaufen. Aber genug davon, ich muss aufpassen, dass ich nicht in die Blasphemie abgleite.

Nun ab zum Höhepunkt des Tages - dem Bier.

Heute hab ich die absolute Krönung der Bierbraukunst im Programm - Budweiser. Ich meine damit aber die Variante aus Budvar (Tschechien) und nicht die Bierkarrikatur aus den USA. Ein Bier, über das man nicht viele Worte verlieren muss. Hergestellt aus dem weltberühmten Saazer Hopfen lagert es ganze 90 Tage. Was dann herauskommt verzückt jeden Gaumen. Die feine, bittere edle Note verleiht ihm eine weiche Textur, an die kein anderes Bier heranreicht.

Ich wünsche noch einen Schönen St. Patricks Day. Bleibt mir gewogen, bis zum nächsten mal. Ich werde mir jetzt gepflegt die Festplatte formatieren. Tschau!

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